Die äußere Biographie von Ingeborg Grasmäder zeigt ein Leben im geteilten Deutschland nach dem Krieg: Aufgewachsen in Hessen, zog Ingeborg Grasmäder für etwa 20 Jahre nach Berlin, das sie nach der Wende Richtung Freiburg/Breisgau wieder verließ. Auslandsaufenthalten in England und Portugal folgte ein Umzug nach Thüringen, wo sie nun lebt und arbeitet. Die innere Biographie zeigt einen Wunsch nach Entfaltung und Entwicklung, das Ausloten von Grenzen, das Überwinden von Widrigkeiten und immer wieder das Rückbesinnen auf die eigene innere Kraft und die Quellen im Inneren. Ein früher Einstieg in die Berufswelt, aus eigener Kraft durch Abendschule die Mittlerer Reife und das Abitur buchstäblich erarbeitet, schließlich das Studium der Landschaftsplanung an der Technischen Universität Berlin. Dem studentischen politischen Engagement in Richtung Gemeinwohl im außen folgte ein wichtiger Schritt hin zur Innenschau, dem Streben nach dem Erkennen der Natur des Geistes in der Auseinandersetzung mit der buddhistischen Geisteswelt.
Ebenso wurde die künstlerische Entwicklung Frau Grasmäder nicht in die Wiege gelegt. Ende der 80er Jahre besuchte sie in Berlin erste Kurse zu bildnerischer Gestaltung und begann zunehmend bildnerisch zu arbeiten. Nach der Wende war sie nach Freiburg im Breisgau gezogen und nahm über mehrere Jahre Unterricht bei Prof. Raul Bustamante, einem Künstler aus Chile, der dem Pinochet-Regime hatte weichen müssen und im Breisgau ein neues Wirkungsfeld in einem Lehrauftrag an der Freien Hochschule für Bildende Künste und in seinem Atelier in Freiburg gefunden hatte. Bustamante machte Frau Grasmäder vor allem mit der Aquarelltechnik vertraut. Nach zwei bis drei Lehrjahren bei Bustamantes Atelier schöpfte Frau Grasmäder aus dem Inneren und versuchte sich in persönlichem Erkunden und Erforschen. „Ich hatte einen Einblick bekommen, wenn es um Aquarelle ging, oder um Sichtweisen in der Kunst. Etwa in Stillleben. Unter seiner Führung konnte ich experimentieren“.
Das Werk von Frau Grasmäder entwickelte sich und ging durch verschiedene Phasen. „Ausprobieren, einfach. Das ist ein bisschen wie ein Kind, das anfängt und sich sicherlich nicht bewusst ist, was es da gerade macht.“ Die Richtung dieser Entwicklung ist der Künstlerin egal. „Das Wichtige ist, dass ich was machen kann!“ Ihr geht es nicht um Strömungen, Moden oder ‚angesagte‘ Geschmäcker. Bewegungen in ihrem persönlichen Stil nimmt Frau Grasmäder freundlich zur Kenntnis. Buntere Farben, zunehmend kräftiger Ausdruck, immer wieder Bewegung zur Abstraktion, fast immer entlang einem konstanten Bezug zu dem gemalten Objekt: „Ein Meer ist immer ein Meer!“ Ingeborg Grasmäder liebt das Meer, hat einen Segelschein und kennt es, auch auf See (in der Ostsee und im Mittelmeer) unterwegs zu sein. „Nach dem Meer und dem Wasser habe ich immer eine unendliche Sehnsucht.“
Das Benennen eines Bildes liegt für Grasmäder nicht unbedingt bei der Künstlerin. Es liegt im Auge des Betrachters, „was er sich dabei denkt, wenn er meine Bilder sieht“, meint die Künstlerin. „Wenn ich angefangen habe, an einem Bild zu malen, habe ich nicht an Titel gedacht, sondern nur, welches Bild ich malen wollte.“ Ein Bild entsteht aus einer Idee, dem folgen Skizzen, Notizen, Entwürfe. „Was dabei herauskommt, weiß ich nicht.“ Dann kommt die Suche nach Material und Format, dem folgt die wichtige Phase des Spielens. Ein kreativer Prozess braucht für Frau Grasmäder ein „herummachen, herumspielen“ und das Kunstwerk entsteht wie von selbst: „Für mich ist es eine Freude, wenn ich etwas anfangen kann und staunen, was daraus wird.“ Ab 1995 hatte Frau Grasmäder diverse Einzelausstellungen und nahm an Gemeinschaftsausstellungen in Freiburg und im südbadischen Raum teil, später folgten Ausstellungen in Thüringen.
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Das Benennen eines Bildes liegt für Grasmäder nicht unbedingt bei der Künstlerin. Es liegt im Auge des Betrachters, „was er sich dabei denkt, wenn er meine Bilder sieht“, meint die Künstlerin. „Wenn ich angefangen habe, an einem Bild zu malen, habe ich nicht an Titel gedacht, sondern nur, welches Bild ich malen wollte.“ Ein Bild entsteht aus einer Idee, dem folgen Skizzen, Notizen, Entwürfe. „Was dabei herauskommt, weiß ich nicht.“ Dann kommt die Suche nach Material und Format, dem folgt die wichtige Phase des Spielens. Ein kreativer Prozess braucht für Frau Grasmäder ein „herummachen, herumspielen“ und das Kunstwerk entsteht wie von selbst: „Für mich ist es eine Freude, wenn ich etwas anfangen kann und staunen, was daraus wird.“ Ab 1995 hatte Frau Grasmäder diverse Einzelausstellungen und nahm an Gemeinschaftsausstellungen in Freiburg und im südbadischen Raum teil, später folgten Ausstellungen in Thüringen.
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